Die besten Schneidebretter im Test – unser Vergleich und Ratgeber

Ein Schneidebrett aus Holz mag zunächst nur ein einfacher Gebrauchsgegenstand sein. Doch wenn du in deiner Küche Wert auf Qualität, Optik und Nachhaltigkeit legst, gibt es einige Punkte, die du beachten solltest. Dieser Ratgeber soll dir helfen, das beste Schneidebrett für dein nächstes Kochprojekt zu finden. Hier erhältst du einen Überblick und alle wichtigen Infos zu Kauffaktoren wie Materialien, Anwendungen, Ökologie, u.v.m. Jetzt mehr erfahren!

Was dich in diesem Beitrag erwartet

Welche Materialien eignen sich am besten für Schneidebretter?

Je nachdem wie viel, wie oft und was du kochst, wird ein Schneidebrett einer großen Belastung ausgesetzt, die es aushalten muss. Manche Materialien sind da robuster und langlebiger als andere. Da du sicher möglichst lange etwas von deinem Schneidebrett haben willst, solltest du entsprechend auf bestimmte Faktoren achten. Sowohl das Material als auch die Verarbeitung spielen hier eine wichtige Rolle.

Alle Materialien für Schneidebretter im Vergleich – Kunststoffbrett vs. Holzschneidebrett

Schneidebretter können aus unterschiedlichen Werkstoffen hergestellt werden. Am gängigsten sind Holz, Melamin, Glas, Bambus oder Plastik. Jedes Material hat seine eigenen Vor- und Nachteile, welche in unserem Test bewertet werden. Die Auswahl des Materials beeinflusst sowohl Optik und Design als auch viele weitere Eigenschaften deiner Schneideunterlage. Abhängig vom verwendeten Material ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an die Reinigung, Pflege und Nutzungsmöglichkeiten von Schneidebrettern. In dieser Tabelle haben wir alle relevanten Kriterien bewertet, um das für dich beste Material für Schneidebretter zu finden. Weiterhin war es unser Ziel, eine häufig gestellte Frage zu beantworten: "Ist ein Kunststoffbrett besser als ein Holzschneidebrett?"

Material & Test-Kriterium  Holz   Bambus   Melamin   Plastik   Glas 
Optik, Ästhetik & Ausstrahlung + + + + + + + + + +
Schneide-Komfort & Klingen Schonung + + + + + + + + +
Nachhaltigkeit + + + + + + + + +
Gewicht & Handlichkeit + + + + + + + + + + +
Reinigungsaufwand + + + + + + + + + + + + +
Pflege möglich? + + + + + + + +
Langlebigkeit + + + + + + + + + + +
Antibakterielle Wirkung + + + + + + + + + + +
Gesundheitsbedenkliche Partikel in der Nahrung + + + + + + + + + +
Haptik & Wertigkeit + + + + + + + + +
Aufbereitung durch Abschleifen + + + + + + + +
Bruchsicherheit + + + + + + + + + + +
Umweltbelastung bei der Entsorgung + + + + + + + + + +
Hitzebeständigkeit + + + + + + + + + + +

Schneidebretter aus Holz

Holzschneidebretter sind die wohl beliebtesten und am häufigsten gekauften Bretter, wenn es ums Kochen und Schnippeln geht – und das völlig zu Recht. Holz punktet durch seine robuste Beschaffenheit, sieht toll aus und ist zudem ein nachhaltiger Rohstoff, der die Umwelt nicht belastet.

Auf diese Punkte gilt es beim Kauf von Schneidebrettern aus Holz zu achten:

  • Hochwertige Massivholz-Bretter müssen aus einem schnittfesten Material gefertigt und möglichst langlebig sein. Grundsätzlich gibt es unverleimte und verleimte Holzbretter. Während die unverleimten Bretter mit einer durchgängigen Maserung punkten, ist das verleimte Brett in der Regel weniger anfällig gegen das Verziehen oder Krümmen des Holzbrettes bei Einwirkung von Feuchtigkeit oder Sonnenlicht. 
  • Alle Schneidebretter aus Holz sind maschinell oder in Handarbeit geschliffen. Während die meisten Bretter unbehandelt verkauft werden, bieten geölte Holzbretter einige Vorteile: Wird beispielsweise Leinöl sauber auf das Holz aufgetragen, wird das Brett besser Wasser, Schmutz und Verfärbungen abweisen und auch die Maserung und Holzfarbe kommt besser zur Geltung. Weiterhin verhindert das Öl, dass sich der Geschmack oder Geruch von Lebensmitteln als unangenehmes Aroma im Holz festsetzen. Hier erfährst du mehr zum Thema Schneidebrett ölen und richtig pflegen.

Welches ist das beste Holz für hochwertige Schneidebretter?

Verschiedene Holzarten haben natürlich entsprechend verschiedene Eigenschaften, die ebenfalls ihre Vor- und Nachteile mit sich bringen. Für eine bessere Übersicht, haben wir diverse Holzarten verglichen und hier die Ergebnisse zusammengestellt.

Eiche, Buche, Ahorn und Olivenholz sind aus unserer Sicht die besten Holzarten für ein Schneidebrett. Auch Bambus kommt unter die Top-Positionen. Jedoch ist Bambus kritisch zu betrachten. Lange Transportwege, ungewisse Produktionsbedingungen, teilweise eingesetzte Chemikalien (Schädlingsbekämpfung & Leim) und vereinzelt Sand im Holz (Klingen werden stumpf) lassen dieses Material als eher ungeeignet erscheinen.

Für die Auswahl der optimalen Hölzer für ein Holzbrett sind unterschiedliche Eigenschaften und Merkmale relevant. Die wichtigste Eigenschaft ist die Härte, da durch diese die Abnutzung durch das Messer und das Schnitt-Verhalten positiv beeinflusst werden. Aber auch Langlebigkeit, Reinigung, Ökobilanz und die Wasserbeständigkeit sollten vor dem Kauf berücksichtigt werden. Zuletzt sind auch Maserung und Holzfärbung für den Look und die Optik ausschlaggebend. Im Ergebnis zeigt sich, dass Holz als nachhaltiger Rohstoff alle positiven Merkmale und Eigenschaften mitbringt, die ein gutes Schneidebrett ausmachen. Je nach Holzart sind diese Eigenschaften unterschiedlich stark ausgeprägt.

Holzart / Eigenschaft Härte / Festigkeit Reinigung / Pflege, Verfärbungen Langlebigkeit / Haltbarkeit Umweltbilanz / Verbreitung /Transportweg Wasser- & Witterungsbeständigkeit Farbe / Maserung & Spiegel Herkunft
Eiche  + + + + + + + + + + + + + + bräunlich / starke Linien-Zeichnung mit deutlichen Spiegeln Europa
Hainbuche + + + + + + + + + + + + weißlich / leichte Linien-Zeichnung mit deutlichen Spiegeln Europa
Ahorn + + + + + + + + + + + + + weißlich / leichte Linien-Zeichnung mit deutlichen Spiegeln Europa
Olivenholz + + + + + + + + + + + + + + bräunlich / starke Linien-Zeichnung Südeuropa & Nordafrika
Nussbaum + + + + + + + + + + + + + + bräunlich / leichte Linien-Zeichnung, kaum Spiegel Europa
Akazie + + + + + + + + + + + + + bräunlich / starke Linien-Zeichnung Nordamerika & Südeuropa
Bambus + + + + + + + + + + + + gelb-bräunlich / streifenförmig durch Verleimung Asien
Birke + + + + + weiß-gelblich / leichte Linien-Zeichnung, kaum Spiegel Europa
Fichte + + + + + + + hell-gelblich / deutliche Linien-Zeichnung, kaum Spiegel Europa
Walnuss + + + + + + + + + + rot-bräunlich / starke Linien-Zeichnung mit deutlichen Spiegeln Europa
Kirschbaum + + + + + + + + + rötlich / eichte Linien-Zeichnung mit deutlichen Spiegeln Europa

Schneidebretter aus Plastik

Kunststoff ist bekanntlich ein sehr robuster Werkstoff und wird auch in der Küche gern genutzt. So gibt es auch unendlich viele Angebote an Schneidebrettern aus Plastik. Diese haben zwar ein paar Vorteile gegenüber anderen Materialien, allerdings überwiegen die Nachteile deutlich. So nutzen sich Plastikoberflächen besonders beim Schneiden schnell ab und können nicht aufgearbeitet werden. Die Plastikpartikel, die dabei frei werden, können ins Essen geraten und schaden auf Dauer der Gesundheit. 

Plastik ist zudem alles andere als nachhaltig. Ist ein Schneidebrett aus Plastik viel im Einsatz, wird es sehr bald schon komplett ersetzt werden müssen und ein Neues muss her. Das alte Brett kann nicht recycelt werden und belastet somit die Umwelt.

Schneidebretter aus Melamin – Gesundheitsgefahr & Recyclingproblem

Bretter aus Melamin können bei Temperaturen über 70 °C gesundheitsschädliche Mengen von Formaldehyd und Melamin abgeben. Formaldehyd reizt die Schleimhäute und kann bei Inhalation sogar Krebs hervorrufen. Zu ähnlichen Ergebnissen kamen Studien des Bundesinstituts für Risikobewertung, bei denen Melamin toxische Effekte auf die Blase von Tieren aufwies. Daher dürfen Artikel aus Melamin nicht in der Mikrowelle eingesetzt werden. 

Die Internationale Agentur für Krebsforschung attestierte für Melamin, dass der Stoff möglicherweise krebserzeugend ist. Zudem wird von der Lagerung saurer Lebensmittel in Gefäßen aus Melamin abgeraten. Hier kann nicht ausgeschlossen werden, dass Formaldehyd auf die Nahrung übertragen wird. Häufig fehlen eindeutige Warnhinweise, die auf Melamin als Inhaltsstoff hinweisen, da aktuell keine Kennzeichnungspflicht besteht.

Ein weiterer Nachteil von Melamin ist die Problematik bei der Entsorgung. Melamin lässt sich nicht wie andere Kunststoffe recyclen, indem es eingeschmolzen wird. Da aktuell keine wirtschaftlich sinnvolle Möglichkeit besteht, das Material wiederzuverwerten, landet es meist als Sondermüll im restlichen Hausmüll, da auch eine biologische Abbaubarkeit nicht gegeben ist.

Schneidebrett-Partikel in der Nahrung – achte auf deine Gesundheit

Scharfe Messer können bei jedem Schnitt kleinste Partikel aus dem Schneidebrett herauslösen. Diese landen dann im ungünstigsten Fall im Essen und werden über den Magen in den menschlichen Körper aufgenommen. Bei Schneidunterlagen aus Plastik oder Melamin besteht das Risiko gesundheitsschädliches Mikroplastik oder Melamin mit der Nahrung aufzunehmen. Bei Bambus-Schneidebrettern muss darauf geachtet werden, ob der Bambus mit Chemikalien behandelt wurde. Die Sägespäne aus unbehandeltem Holz gelten als gesundheitlich unbedenklich.

So findest du dein perfektes Schneidebrett

Du arbeitest täglich mit deinem Schneidebrett. Daher ist es wichtig, dass du das beste Brett für deine Anforderungen findest, mit dem das Kochen in der Küche Spaß macht.

  • Die richtige Größe: Achte bei den Maßen deines Schneidebrettes darauf, dass alle zu verarbeitenden Lebensmittel genug Platz haben. Weiterhin sollte die Größe der Arbeitsfläche, des Spülbeckens, des Stauraumes und auch der Töpfe und Pfannen zu den Dimensionen des Brettes passen. 
  • Das richtige Gewicht: Ein schweres Eichenbrett liegt stabil auf der Arbeitsplatte oder dem Herd und verrutscht nicht beim Schneiden. Wählst du ein leichteres Schneidebrett aus Buchenholz, kannst du es mit einer Hand über den Kochtopf halten und mit der anderen Hand die geschnittenen Lebensmittel hineinschieben. Das ist praktisch in der Handhabung.
  • Die richtige Form: Hier spielen neben den individuellen Gewohnheiten beim Schneiden vor allem ästhetische und Design-Gesichtspunkte eine Rolle. Die gängigsten Formen sind eckige und runde Holzbretter. Es gibt aber auch Bretter in Form eines Blattes, Schweins, eines Oval oder Trapezes und allen anderen denkbaren Formen. Ein schönes, massives Schneidebrett ist der Hingucker auf deiner Kücheninsel oder Küchenzeile.
  • Saftrillen: Gefräste Rillen im Brett verhindern, dass Flüssigkeiten, Krümel oder geschnittene Kräuter vom Schneidebrett auf den Tisch fallen. 
  • Griffe: Beidseitig oder einseitig angebrachte Griffe aus Metall oder Holz oder Grifflöcher erleichtern das Halten des Schneidbrettes.
  • Aufhängung: Grifflöcher und Metallgriffe ermöglichen das Aufhängen deines Schneidebrettes an der Küchenwand oder Haken. So ist dein Brett immer in Reichweite und kann gut an der Luft trocknen.

Das beste Schneidebrett für hochwertige Messerklingen

Messer mit scharfen Klingen sind das wichtigste Werkzeug in der Küche. Achte darauf, dass du für deine Messer die passende Schneidunterlage verwendest. Folgende Tipps können wir dir geben:

  • Hochwertige Messer nutzen sich schnell ab und werden stumpf, wenn die falsche Unterlage zum Schneiden verwendet wird.
  • Materialien mit einer zu hohen Härte wie beispielsweise Metall, Glas oder Stein sind besonders ungünstig für Messerklingen. Aus diesem Grund ist von solchen Schneidebretter grundsätzlich abzuraten.
  • Materialien, die eine geringere Härte als die Klinge aufweisen, sind vorteilhaft. Dies ist bei Schneidunterlagen aus Holz oder Plastik gegeben.
    • Die Messer bleiben länger scharf und die Klinge wird nicht zu sehr beansprucht.
    • Bei jedem Schnitt dringt die Klinge leicht in das Schneidebrett ein und das Messer wird dadurch perfekt entlang der Schnittlinie geführt.
    • Jeder Schnitt fühlt sich weich und präzise an.
    • Es gibt eine verminderte Verletzungsgefahr durch das Messer, da die Klinge nicht wegrutschen kann. 

Die besten Schneidebretter für unterschiedliche Einsatzzwecke und Anwendungsgebiete

Mit dem passenden Brett für den jeweiligen Einsatzzweck kann die Küchenarbeit richtig Spaß machen. Daher wollen wir neben dem Standard-Schneidebrett auch die gängigsten Varianten und Modelle vorstellen:

  • Das klassische Schneidebrett: Schneidebretter eignen sich als praktische Unterlage zum Zerkleinern, Hacken und Schneiden von fast allen Lebensmitteln. Aufgrund ihrer Größe und der Härte des Materials eignen sich Schneidebretter gut zum Schneiden von Gemüse, Fisch, Fleisch, Kräutern oder Obst mit einem scharfen Messer. Aber auch als Grillbrett oder Brett für Flammkuchen oder Pizza lässt es sich einsetzen. 
  • Brotschneidebrett: Das Brotschneidebrett ist mit einem Krümelfach ausgestattet. Hier fallen die Krümel rein, während das Brot oder Baguette auf dem Krümelrost unseres Brotbrettes geschnitten wird. Später kann das Krümelfach einfach ausgeleert werden. 
  • Kräuterbrett: Mit diesem speziellen Schneidebrett lassen sich in der Vertiefung mithilfe eines Wiegemessers sehr einfach Kräuter und Gewürze zerkleinern. Dazu sieht es sehr ansprechend aus und dient auch direkt als Ablage für die geschnittenen Kräuter.
  • Tranchierbrett: Wenn es um das Zerteilen von Fleisch und Braten oder das Filetieren von Fisch geht, sind große Bretter mit Saftrille von Vorteil. Diese bieten genug Platz für die Lebensmittel und sammeln zudem überschüssige Flüssigkeiten auf, ohne dass diese auf den Tisch laufen.
  • Hirnholz Schneidbrett: Bei der Herstellung des Hirnholzbrettes werden Holzwürfel mit der Faser ausgerichtet zur Schnittfläche verleimt. Dadurch sind die Faserenden und häufig auch die Jahresringe von oben erkennbar. Vorteile bei Stirnholz-Brettern sind, dass beim Schneiden weniger Holzfasern durchtrennt werden, sich dadurch viele Schnitte wieder schließen (Hygiene-Vorteil) und sich der Schnitt "weicher" anfühlt. Diese Kopfholz-Bretter werden häufig zum Hacken oder Zerteilen von Fleisch verwendet. Als kleiner Nachteil muss hier das tiefere Eindringen von Flüssigkeiten entlang der Faser genannt werden, welches mit einer längeren Trocknungszeit verbunden ist. Dagegen sind diese Stirnholz-Bretter durch die Holzwürfel-Verleimung sehr robust. Die ansprechende Optik kommt durch unterschiedliche Maserungen und Schattierungen zur Geltung. Besonders massive Hirnholz Schneidebretter werden Hackblock genannt. 
  • Servierbrett: Das Servierbrett hat in der Regel eine schöne und ungewöhnliche Form und kann zum Dekorieren und Servieren unterschiedlicher Speisen genutzt werden. Natürlich ist es aber auch zum gewöhnlichen Schneiden von Lebensmitteln geeignet.
  • Wurstschneidebrett: Auf diesem Schneidebrett lassen sich Würste und Salamis ganz einfach in Scheiben schneiden. Die Wölbung verhindert das Verrutschen der Wurst, die gerade Schnittfläche am untern Teil ermöglicht gerade und schräge Schnitte. Auch zum Servieren macht das besonders geschwungene Schneidebrett was her.

Unser Schneidebrett Service

Wir hoffen, dass wir dir in vollem Umfang alle benötigten Informationen zum Thema Schneidebretter zur Verfügung stellen konnten und wünschen dir noch viel Vergnügen mit unserem Shop. Für Fragen, Anregungen oder Anfragen nach Sonderanfertigungen stehen dir unsere Kundenbetreuer gerne telefonisch, per E-Mail oder über unser Kontaktformular zur Verfügung.

2020-07-13 09:11:00 / Ratgeber / Kommentare 0
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